Zum Hauptinhalt

Digital Finance Schweiz

Handlungsfelder 2022+ des Bundesrates (SIF/EFD)

12Massnahmen 2022Bericht SIFKoordination PDF Slides ↓

Lernziele

  • Den Hintergrund und die Entstehung des Bundesratsberichts zu Digital Finance erklaeren
  • Die 12 Handlungsfelder benennen und thematisch einordnen
  • Die Hauptargumente (Was, Warum, Wie) fuer jedes Handlungsfeld beschreiben
  • Die Rolle der beteiligten Akteure kennen: SIF, FINMA, SNB, EDOEB, NCSC
  • Die Relevanz von Digital Finance fuer den Schweizer Finanzplatz beurteilen
1Einleitung: Der digitale Wandel im Finanzsektor

Finanzplatz im Wandel

Auf dem Finanzmarkt oeffnen neue Technologien Tueren fuer neue Produkte und Akteure. Wie und von wem Finanzdienstleistungen erbracht werden, aendert sich rasch und fundamental. Das stellt sowohl die traditionellen Finanzdienstleister wie auch den Staat respektive seine Rolle vor neue Herausforderungen.

Der Schweizer Finanzplatz steht vor grundlegendem Wandel. Neue Technologien oeffnen erhebliches Potenzial, werfen aber auch regulatorische Fragen auf. Der Bundesrat hat mit 12 Handlungsfeldern einen Rahmen gesetzt, um diesen Wandel aktiv zu gestalten und die Schutzstandards zu wahren.

2Der Bericht des Bundesrates (Februar 2022)

Auftrag und Entstehung

Der Bundesrat hat das Eidgenoessische Finanzdepartement (EFD) beauftragt, einen Bericht zu Digital Finance zu erstellen, um konkrete Handlungsfelder seitens des Bundes zu identifizieren. Der Bericht wurde an der Bundesratssitzung vom 2. Februar 2022 verabschiedet.

Zweck und Ausblick

Der Bericht ist Ausgangspunkt fuer vertiefende Arbeiten in den kommenden Jahren und setzt entsprechende Prioritaeten. Er zeigt Chancen und Risiken auf und legt 12 konkrete Massnahmen fuer einen starken digitalen Finanzplatz Schweiz fest.

Beteiligte Institutionen
EFD (Auftraggeber) SIF (Koordination) FINMA SNB EDOEB NCSC Bundeskanzlei Branche
2bChancen und Risiken von Digital Finance

2.1 Neue Oekosysteme und Akteure

Chancen: Die Aufteilung der Wertschoepfungsketten ermoeglicht effizientere und bessere Leistungen. Modularisierung von Finanzdienstleistungen erhoht die allgemeine Widerstandsfaehigkeit des Systems im Falle von Betriebsstoerungen oder Cyberangriffen.

Risiken: Mehr Angriffspunkte durch Modularisierung. Durch die Fragmentierung ist die Wahrscheinlichkeit groesser, dass ein ganzheitlicher Blick auf Risiken fehlt und die Abhaengigkeit von Drittanbietern steigt. Die mit der Digitalisierung und DeFi verbundene Anonymitaet kann Geldwaesche-Risiken erhoehen.

2.2 Zunehmende Bedeutung von Daten

Chancen: Bessere Verfuegbarkeit und Qualitaet von Daten bietet einen klaren Mehrwert fuer alle Beteiligten, z.B. bei der Bekaempfung von Finanzkriminalitaet oder bei der Vergleichbarkeit von nachhaltigen Finanzdienstleistungen.

Risiken: Erhoehte Risiken bezueglich Schutz der Privatspaere und Kontrolle ueber persoenliche Informationen. Mit der Menge der Daten und deren Nutzung steigt auch die Anfaelligkeit fuer Cyberangriffe.

2.3 Automatisierung

Chancen: Automatisierung erhoeht die Effizienz des Finanzsystems, indem die Kosten fuer die Erbringung von Dienstleistungen gesenkt und die Qualitaet der Dienstleistungen bei gleichbleibenden Kosten verbessert wird.

Risiken: Erhoehter Bedarf an Fachkraeften fuer Applikationsentwicklung und -wartung. Die beschleunigte Kumulation von automatisierten Anlageentscheidungen kann Preisbewegungen und Marktvolatilitaet verstaerken und die Finanzmarktstabilitaet gefaehrden.

2.4 Territoriale Entkopplung und Abgrenzung

Chancen: Moeglichkeit, neue Partner oder Kundenkreise zu erschliessen. Moeglichkeiten fuer Auslagerungen und die Rekrutierung von Fachkraeften im Ausland.

Risiken: Erhoehung des Kostendrucks und hoehere Komplexitaet der Positionierung im Markt. Herausforderung fuer den Staat, der seine Hoheit innerhalb begrenzter Staatsgrenzen ausuet, z.B. bei der Finanzmarktaufsicht, dem Datenschutz, der Cybersicherheit und der Besteuerung.

2cDie Rolle des Bundes

Leitprinzip: Technologie- und Wettbewerbsneutralitaet

Die Rolle des Staates liegt in der Bereitstellung der bestmoeglichen Rahmenbedingungen. Als Leitprinzipien gelten Technologie- und Wettbewerbsneutralitaet und damit der Anspruch, gleiche Geschaeftsmodelle und gleiche Risiken gleich zu behandeln.

Drei Kernaufgaben der Behoerden
  1. Regulatorische Rahmenbedingungen: Die Behoerden schaffen die bestmoeglichen regulatorischen Rahmenbedingungen und sind offen fuer deren laufende Ueberpruefung und bedarfsgerechte Anpassung.
  2. Aktiver Dialogpartner: Die Behoerden sind aktiver Dialogpartner gegenueber den verschiedenen Anspruchsgruppen (Finanzinstitute, Konsumenten, Zulieferer, innovative Startups, Betreiber von dezentralen Netzwerken, global taetige Technologieunternehmen, Wissenschaft) und Koordinator bei Marktimperfektionen.
  3. Querschnittsthemen: Die Behoerden arbeiten Querschnittsthemen auf im Hinblick auf die Wettbewerbsfaehigkeit, die Risiken fuer die Finanzstabilitaet, den Kundenschutz und die Reputation des Schweizer Finanzplatzes, namentlich bei der Nutzung von Daten, Clouds, Distributed Ledger-Technologie (DLT), Cybersicherheit, Kuenstlicher Intelligenz (KI), Green FinTech, Lehre und Forschung.
2dStand der Arbeiten der Behoerden
Tabelle 1: Umgesetzte und geplante Projekte des Bundes (Auswahl, Stand Februar 2022)
Bereich Umgesetzt / in Umsetzung Geplant / in Erarbeitung
Grundlegende Elemente (Bund)
  • Schaffung DTI und neue Steuerungsmechanismen zur Digitalisierung der Behoerden
  • Reform Datenschutzgesetz (2020) und Umsetzung (2021)
  • Nationale Strategie Cyberrisiken 2018-2022 (2019)
  • Staerkung der Kompetenzen IKT (BFI-Botschaft, Dez. 2020)
  • Gesetzlich anerkannte elektronische Identitaet (E-ID)
  • Abbau von Formvorschriften und verbesserte Nutzung elektronischer Signatur
  • Positionierung Standort Schweiz fuer Datenhaltung (ab 2021)
Spezifische Digital Finance Massnahmen (Bund)
  • DLT-Vorlage (2020-2021)
  • Zusammenarbeit Cybersicherheit Finanzplatz (2020-2021)
  • Weiterentwicklung OpenFinance (seit 2020)
  • Fintech-Lizenz (2019)
  • Bericht RegTech/SupTech (2018)
  • Regulatorische Sandbox (Banken 2017, Versicherungen 2021)
  • Massnahmen aufgrund des vorliegenden Berichts (12 Handlungsfelder)
FINMA
  • Anpassungen Sorgfaltspflichten bei digitalen Kanaelen (2016, 2021)
  • FinTech-Desk (2016)
  • ICO-Guidelines und Token-Klassifizierung als erste Regulierungsbehoerde weltweit (2018)
  • Bankbewilligung fuer DLT-spezialisierte Finanzdienstleister (2019)
  • Bewilligung DLT-Finanzmarktinfrastruktur und Kryptofonds (2021)
  • Data Innovation Lab fuer datenbasierte Aufsicht (in Aufbau)
SNB
  • Machbarkeitsstudien tokenisierter Vermoegenswerte in Zentralbankgeld via BIZ Innovation Hub (Projekt Helvetia)
  • Tests grenzueberschreitender wCBDC-Zahlungen mit der Banque de France
  • Secure Swiss Finance Network (mit SIX): sicheres Kommunikationsnetz fuer den Finanzplatz
3Uebersicht: Die 12 Handlungsfelder
1
Neue Konstellationen & Akteure
2
Open Finance
3
RegTech & SupTech
4
Cloud-Nutzung
5
Cybersicherheit
6
Datennutzung
7
Gemeinschaftliche Datennutzung
8
Grenzueberschreitender Datenfluss
9
Kuenstliche Intelligenz
10
Distributed Ledger Technology
11
Green FinTech
12
Innovationsplattform
4aNeue Akteure und Regulierung (Felder 1-3)
1
Rechts- und Aufsichtsrahmen mit Bezug auf neue Konstellationen und Akteure pruefen
Was?

Rechts- und Aufsichtsrahmen mit Bezug auf neue Konstellationen und Akteure pruefen

Warum?
  • Neue Produkte und Moeglichkeiten der Leistungserbringung im Finanzsektor
  • Eintritt neuer Akteure in den Finanzmarkt
Wie?
  • Etablierung Arbeitsgruppe
  • Ueberpruefung und ggf. Initiierung der Anpassung Rechts- und Aufsichtsrahmen, einschl. Fintech-Lizenz
FINMABranche
Massnahme (Bundesratsauftrag)

Der Bundesrat beauftragt das EFD/SIF, in Zusammenarbeit mit der FINMA und unter Einbezug der Branche, den bestehenden Rechts- und Aufsichtsrahmen mit Bezug auf die Rahmenbedingungen fuer neue Akteure und Dienstleistungsformen zu ueberpruefen.

2
Open Finance foerdern und ausweiten
Was?

Open Finance foerdern und ausweiten

Warum?
  • Standardisierte Schnittstellen sind ein bedeutender Innovationstreiber
  • Ansatz bedingt aktive Mitwirkung aller beteiligten Akteure
Wie?
  • SIF ist aktiver Dialogpartner / Koordinator und prueft Handlungsbedarf
  • Ggf. Vorschlag zur Anpassung der Rahmenbedingungen
Massnahme (Bundesratsauftrag)

Der Bundesrat beauftragt das EFD/SIF, weiterhin regelmaessig den Handlungsbedarf zur Foerderung und Ausweitung von Open Finance zu pruefen. Werden die Fortschritte als nicht ausreichend erachtet, beauftragt der Bundesrat das EFD/SIF, ihm einen Vorschlag ueber moegliche Massnahmen zu unterbreiten, einschliesslich der Pruefung einer gesetzlichen Verpflichtung zur Oeffnung des Zugangs zu Daten ueber standardisierte Schnittstellen.

3
Einsatz von RegTech und SupTech ermoeglichen
Was?

Einsatz von RegTech und SupTech ermoeglichen

Warum?
  • Wachsende Bedeutung innovativer Technologien in Finanzmarktregulierung und -aufsicht
  • Effizienz- und Effektivitaetssteigerungen als Chancen
  • Gleichzeitig Risiko-Management erforderlich
Wie?
  • Etablierung Arbeitsgruppe
  • SIF aktiver Dialogpartner / Koordinator fuer datenbasierte Aufsicht
FINMABundeskanzleiBranche
Massnahme (Bundesratsauftrag)

(1) Der Bundesrat beauftragt das EFD/SIF, in Zusammenarbeit mit der FINMA und unter Einbezug der Branche moegliche Hindernisse fuer RegTech-Loesungen zu eruieren und Anpassungsbedarf zu pruefen. (2) Der Bundesrat begruesst die laufende Weiterentwicklung der datenbasierten Aufsicht durch die FINMA und die Integration technologischer Entwicklungen sowie SupTech-Loesungen in ihre Taetigkeit. Das EFD/SIF prueft zudem mit der FINMA sowie der Bundeskanzlei die Verknuepfung von FINMA-Regularien mit der Bundesrechtsplattform.

4bDigitale Infrastruktur (Felder 4-5)
4
Entwicklungen bei Cloud-Nutzung eng begleiten
Was?

Entwicklungen bei Cloud-Nutzung eng begleiten

Warum?
  • Cloud-Leistungen sind mittlerweile integraler Bestandteil der IKT-Beschaffungsstrategie vieler Finanzinstitute
  • Bei der Nutzung stellen sich weiterhin rechtliche Fragen
Wie?
  • SIF ist aktiver Dialogpartner / Koordinator und prueft Handlungsbedarf
  • Ggf. Rechts- und Aufsichtsrahmen ueberpruefen
Massnahme (Bundesratsauftrag)

(1) Der Bundesrat beauftragt das EFD/SIF, in Zusammenarbeit mit den weiteren betroffenen Stellen sowie der Branche, die Entwicklungen bei der Nutzung von Cloud-Diensten zu begleiten und allfaelligen Handlungsbedarf zu pruefen. (2) Der Bundesrat begruesst die vorausschauende und marktnahe Aufsichtspraxis der FINMA und den laufenden Austausch ueber die Entwicklungen unter den relevanten Akteuren.

5
Zusammenarbeit zu Cybersicherheit fortfuehren
Was?

Zusammenarbeit zu Cybersicherheit fortfuehren

Warum?
  • Cybersicherheit ist fuer das Funktionieren der digitalisierten Wirtschaft essenziell
  • Ermoeglicht Chancen (z.B. erweiterte Datennutzung) und schuetzt vor Risiken (z.B. Cyberangriffe)
Wie?
  • EFD/NCSC baut Dispositiv zur Bekaempfung von Cyberrisiken weiter aus
  • NCSC ist aktiver Dialogpartner und prueft laufend Handlungsbedarf
SIFFINMASNB
Massnahme (Bundesratsauftrag)

Der Bundesrat beauftragt das EFD (NCSC), in Zusammenarbeit mit den zustaendigen Stellen (SIF, FINMA, SNB) laufend die Bedrohungslage und den Stand der Dinge in Sachen Cybersicherheit des Finanzplatzes zu pruefen und das Dispositiv zur Bekaempfung der Cyberkriminalitaet im Finanzbereich auszubauen.

4cDaten und Datenschutz (Felder 6-8)
6
Datennutzung im Finanzsektor foerdern
Was?

Datennutzung im Finanzsektor foerdern

Warum?
  • Entwicklungsstand datengestuetzter Geschaeftsmodelle im Vergleich zu technischen Moeglichkeiten ausbaufaehig
  • Gleichzeitig sichere Datenraeume erforderlich
Wie?
  • SIF ist aktiver Dialogpartner und prueft Handlungsbedarf
  • Entwicklung eines differenzierteren Verstaendnisses des Schutzes und der Nutzung von Daten
EDOEBFINMABranche
Massnahme (Bundesratsauftrag)

Der Bundesrat beauftragt das EFD/SIF, zusammen mit der Branche, dem EDOEB und der FINMA, die Herausforderungen der Datenschutzpraxis und der Aufsichtspraxis hinsichtlich der Datennutzung im Finanzbereich zu analysieren, den Handlungsbedarf zu pruefen und die Zusammenarbeit der Akteure zu foerdern.

7
Gemeinschaftliche Datennutzung auf dem Finanzplatz foerdern
Was?

Gemeinschaftliche Datennutzung auf dem Finanzplatz foerdern

Warum?
  • Gemeinschaftliche Datennutzung ermoeglicht Verbesserung des Erkenntnisgewinns aus Daten
  • Einsatz z.B. fuer bessere Bekaempfung illegaler Finanzfluesse, Abwehr von Cyberrisiken oder Betriebs- und Vertriebsoptimierung
Wie?
  • Etablierung Arbeitsgruppe und Pruefung moeglicher Massnahmen
  • Foerderung konkreter Anwendungsfaelle
Brancheweitere Stellen
Massnahme (Bundesratsauftrag)

Der Bundesrat beauftragt das EFD/SIF, in Zusammenarbeit mit der Finanz- und finanznahen IKT-Branche sowie den betroffenen Stellen zu pruefen, wie die gemeinschaftliche Datennutzung auf dem Finanzplatz unter Beruecksichtigung des rechtlichen Rahmens und den Kundeninteressen gefoerdert werden kann.

8
Freien grenzueberschreitenden Datenfluss sichern
Was?

Freien grenzueberschreitenden Datenfluss sichern

Warum?
  • Sicherer und grenzueberschreitender Datenfluss fuer die Schweiz von grosser Bedeutung
Wie?
  • Einsatz (international und bilateral) fuer Sicherung freien grenzueberschreitenden Datenflusses
  • Unter Einbezug Schweizer datenschutz- und finanzmarktrechtlicher Anforderungen
Massnahme (Bundesratsauftrag)

Der Bundesrat beauftragt das EFD/SIF, sich unter Einbezug der betroffenen Stellen und Akteure auf internationaler und bilateraler Ebene, im Finanzmarktbereich fuer die Sicherung eines freien grenzueberschreitenden Datenflusses, der die Schweizer datenschutz- und finanzmarktrechtlichen Anforderungen erfuellt, einzusetzen.

4dTechnologie und Innovation (Felder 9-12)
9
Einsatz kuenstlicher Intelligenz im Finanzbereich begleiten
Was?

Einsatz kuenstlicher Intelligenz im Finanzbereich begleiten

Warum?
  • Nutzung von KI verspricht grosse Chancen (z.B. verbesserte Personalisierung, Risikominderung)
  • Risiken bei Herkunft, Nutzung und Nachvollziehbarkeit der Datenbearbeitung
Wie?
  • Erstellung Auslegeordnung
  • SIF ist aktiver Dialogpartner / Koordinator und soll Thema fuer Finanzmarkt erschliessen
Massnahme (Bundesratsauftrag)

Der Bundesrat beauftragt das EFD/SIF, unter Einbezug der weiteren betroffenen Stellen eine Auslegeordnung zu rechtlichen Rahmenbedingungen im Bereich KI-Anwendungen, welche fuer den Finanzbereich relevant sind, zu erstellen.

10
Innovative und verantwortungsvolle Nutzung von DLT im Finanzbereich ermoeglichen
Was?

Innovative und verantwortungsvolle Nutzung von DLT im Finanzbereich ermoeglichen

Warum?
  • Rahmenbedingungen fuer Nutzung von DLT weiter optimieren
  • Mitigierung der Risiken erfordert Koordination zwischen Behoerden und Zusammenarbeit mit Finanzintermediaeren
Wie?
  • SIF bleibt aktiver Dialogpartner / Koordinator und erschliesst Thema fuer Finanzmarkt
  • Ggf. Initiierung der Anpassung Rechts- und Aufsichtsrahmen
  • Ggf. Ausarbeitung Vorlage fuer Anpassung KAG
Massnahme (Bundesratsauftrag)

Der Bundesrat beauftragt das EFD/SIF, in Zusammenarbeit mit der Branche den Einsatz von DLT im Finanzbereich zu staerken und in Zusammenarbeit mit der FINMA den Rechtsrahmen kontinuierlich auf regulatorische Anpassungen hin zu pruefen. Im Bereich des Kollektivanlagegesetzes prueft das EFD/SIF in Zusammenarbeit mit der FINMA und der Branche, welche Huerden fuer die Nutzung der Distributed Ledger-Technologie und der Blockchain-Technologie noch bestehen und arbeitet ggf. eine Vorlage aus, welche diese beseitigt.

11
Bestrebungen, ein fuehrender Green FinTech Hub zu werden, weiter unterstuetzen
Was?

Bestrebungen, ein fuehrender Green FinTech Hub zu werden, weiter unterstuetzen

Warum?
  • Vermoegen wird in Zukunft vermehrt nachhaltig und digital angelegt
  • Green FinTech bietet Chance, Klimawandel und Verlust der Biodiversitaet zu bekaempfen
Wie?
  • SIF sucht Dialog mit relevanten nationalen und internationalen Akteuren
  • SIF bringt Green FinTech internationalen Gremien und Initiativen aktiv ein
Massnahme (Bundesratsauftrag)

Der Bundesrat beauftragt das EFD/SIF, Green FinTech als Thema in internationalen Gremien und Initiativen zu Sustainable Finance aktiv einzubringen und den Dialog mit den relevanten nationalen und internationalen Akteuren zu suchen.

12
Innovationspotenzial der Finanzbranche durch Innovationsplattform langfristig staerken
Was?

Innovationspotenzial der Finanzbranche durch Innovationsplattform langfristig staerken

Warum?
  • Schweiz ist als Hub fuer FinTechs bislang im Mittelfeld platziert
  • Es gibt keine einheitliche Plattform fuer Innovation und Nutzung von Technologie
  • Dies spiegelt die Vorgehensweise anderer grosser Finanzzentren wider
Wie?
  • SIF arbeitet Vorschlag mit Zielsetzungen und Ausgestaltung einer Innovationsplattform fuer Finanzbereich aus
  • Zusammen mit Branche und Behoerden
Massnahme (Bundesratsauftrag)

Der Bundesrat beauftragt das EFD/SIF in Zusammenarbeit mit den weiteren betroffenen Stellen sowie der Branche, dem Bundesrat einen Vorschlag mit konkretisierten Zielsetzungen und formeller Ausgestaltung einer Innovationsplattform fuer den Finanzbereich vorzulegen.

5Zusammenfassung und Kernbotschaften

Digitaler Wandel als Chance

Neue Technologien eroeffnen dem Schweizer Finanzplatz grosse Chancen. Der Bundesrat hat 12 konkrete Handlungsfelder definiert, um den Wandel aktiv zu gestalten.

Rolle des SIF

Das Staatssekretariat fuer internationale Finanzfragen (SIF) agiert in den meisten Handlungsfeldern als aktiver Dialogpartner und Koordinator zwischen Behoerden und Branche.

Regulierung und Innovation

Neue Rechtsrahmen sollen gleiche Wettbewerbsbedingungen fuer alle Akteure sichern. Das Leitprinzip: gleiche Geschaeftsmodelle und gleiche Risiken werden gleich behandelt.

Daten als Schluesselfaktor

Drei der 12 Handlungsfelder (6, 7, 8) befassen sich direkt mit Daten. Nutzung und Schutz von Daten sind zentral fuer die Wettbewerbsfaehigkeit des Finanzplatzes.

DLT und Green FinTech

DLT und Green FinTech sieht der Bericht als Felder mit besonderem Wachstumspotenzial, in denen die Schweiz eine fuehrende Position aufbauen kann.

Innovationsplattform fehlt

Im Vergleich zu anderen fuehrenden Finanzzentren fehlt der Schweiz eine einheitliche Innovationsplattform. Handlungsfeld 12 sieht den Aufbau einer solchen Plattform vor.

Wissen testen: Quiz Digital Finance Schweiz

30 Fragen auf Deutsch zu den 12 Handlungsfeldern des Bundesratsberichts

Quiz starten →
Quellenangaben: Alle Inhalte basieren direkt auf dem 38-seitigen Bundesratsbericht "Digital Finance: Handlungsfelder 2022+" (SIF/EFD, 2. Februar 2022, Anhang mit Massnahmentexten) sowie dem zugehoerigen Faktenblatt "12 Massnahmen fuer einen starken digitalen Finanzplatz Schweiz". Herausgegeben vom Staatssekretariat fuer internationale Finanzfragen (SIF), Eidgenoessisches Finanzdepartement EFD.