Fortschritt:
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1. Ableitung (Differentialrechnung)

  • Potenzregel: \(f(x) = x^n \;\Rightarrow\; f'(x) = n \cdot x^{n-1}\)
  • Summenregel: \((f+g)' = f' + g'\)
  • Konstantenregel: \((c \cdot f)' = c \cdot f'\)
  • Beispiel: \(f(x) = x^3 - 6x^2 + 9x \;\Rightarrow\; f'(x) = 3x^2 - 12x + 9\)

2. Extremstellen (Maximum / Minimum)

  • Kritische Punkte: \(f'(x) = 0\) loesen
  • \(f''(x) < 0\) → Maximum (Kurve kruemmt sich nach unten)
  • \(f''(x) > 0\) → Minimum (Kurve kruemmt sich nach oben)
  • Wendepunkt: \(f''(x) = 0\)

3. Integration

  • Potenzregel rueckwaerts: \(\displaystyle\int x^n\,dx = \frac{x^{n+1}}{n+1} + C\)
  • Bestimmtes Integral: \(\displaystyle\int_a^b f(x)\,dx = F(b) - F(a)\)
  • Flaeche unter der Kurve = bestimmtes Integral

4. Lineare Optimierung

  • Zielfunktion: \(Z = c_1 x + c_2 y\) (maximieren oder minimieren)
  • Nebenbedingungen: \(a_1 x + b_1 y \le d_1\)
  • Simplex-Tableau: Schlupfvariablen einfuehren, Tableau aufstellen

5. Matrizenmultiplikation

  • \(A\mathbf{x}\): Zeile mal Spalte, aufaddieren
  • \((2{\times}2) \cdot (2{\times}1) = (2{\times}1)\)

6. Komplexe Zahlen

  • Betrag: \(|a+bi| = \sqrt{a^2 + b^2}\)
  • Division: mit konjugiertem Nenner erweitern
  • Konjugierte: \(\overline{a+bi} = a - bi\)
  • Komplexe Leistung: \(S = U \cdot \overline{I}\)

7. Folgen und Grenzwerte

  • \(\displaystyle\lim_{n\to\infty} \frac{an+b}{cn+d} = \frac{a}{c}\) (hoechste Potenz kuerzen)
  • Geometrische Folge: \(b_n = b_0 \cdot q^n\)

8. Finanzmathematik

  • Zinseszins: \(K_n = K_0 \cdot (1+p)^n\)
  • Preiselastizitaet: \(\displaystyle E(p) = \frac{p}{x(p)} \cdot x'(p)\)

9. Rotationsvolumen

  • \(\displaystyle V = \int_a^b \pi \cdot [r(x)]^2\,dx\) (Rotation um die \(x\)-Achse)

10. Umsatzmaximierung

  • \(R(p) = p \cdot x(p)\), dann \(R'(p) = 0\) fuer den optimalen Preis
Block A: Gewinnfunktion & Ableitung F1–F5 · 10 Punkte

Kontext: \(f(x) = x^3 - 6x^2 + 9x\) beschreibt den Gewinn (in Tausend Euro) eines Unternehmens.

F1 Ableitung 3 Pkt
✓ Geloest
Aufgabe
Bestimmen Sie die erste Ableitung \(f'(x)\) der Funktion \(f(x) = x^3 - 6x^2 + 9x\).
Schritt 1: Potenzregel auf jeden Term anwenden

Die Potenzregel sagt: \(x^n\) wird zu \(n \cdot x^{n-1}\). Wir wenden sie Term fuer Term an.

Erster Term: \(x^3 \;\Rightarrow\; 3 \cdot x^{3-1} = 3x^2\)

Zweiter Term: \(-6x^2 \;\Rightarrow\; -6 \cdot 2 \cdot x^{2-1} = -12x\)

Dritter Term: \(9x = 9x^1 \;\Rightarrow\; 9 \cdot 1 \cdot x^{1-1} = 9 \cdot x^0 = 9\)

Schritt 2: Zusammenfassen

\[f'(x) = 3x^2 - 12x + 9\]

Warum?

Die Summenregel erlaubt es, jeden Term einzeln abzuleiten. Die Konstantenregel sagt, dass Vorfaktoren (wie die \(-6\)) einfach stehen bleiben.

Ergebnis
\(f'(x) = 3x^2 - 12x + 9\)
F2 Ableitung 2 Pkt
✓ Geloest
Aufgabe
Bestimmen Sie die kritischen Punkte, also alle \(x\) mit \(f'(x) = 0\).
Schritt 1: Gleichung aufstellen

\[f'(x) = 3x^2 - 12x + 9 = 0\]

Schritt 2: Durch 3 teilen (vereinfachen)

\[x^2 - 4x + 3 = 0\]

Schritt 3: Faktorisieren

Wir suchen zwei Zahlen, die multipliziert 3 und addiert \(-4\) ergeben: \(-1\) und \(-3\).

\[x^2 - 4x + 3 = (x - 1)(x - 3) = 0\]

Schritt 4: Nullstellen ablesen

\[x_1 = 1 \qquad x_2 = 3\]

Warum?

Ein Produkt ist Null, wenn mindestens ein Faktor Null ist. Also: \(x-1=0\) oder \(x-3=0\).

Ergebnis
Kritische Punkte: \(x_1 = 1\) und \(x_2 = 3\)
F3 Ableitung 2 Pkt
✓ Geloest
Aufgabe
Welche Aussage beschreibt die Situation korrekt?
Bestimmen Sie, ob bei \(x=1\) und \(x=3\) jeweils ein Maximum oder ein Minimum vorliegt.
Schritt 1: Zweite Ableitung berechnen

\[f'(x) = 3x^2 - 12x + 9\]

\[f''(x) = 6x - 12\]

Schritt 2: f''(x) an den kritischen Punkten auswerten

Bei \(x = 1\):

\[f''(1) = 6 \cdot 1 - 12 = 6 - 12 = -6\]

\(f''(1) = -6 < 0\) → Die Kurve kruemmt sich nach unten → Maximum

Bei \(x = 3\):

\[f''(3) = 6 \cdot 3 - 12 = 18 - 12 = 6\]

\(f''(3) = 6 > 0\) → Die Kurve kruemmt sich nach oben → Minimum

Warum?

Die zweite Ableitung zeigt die Kruemmung. Negativ = Berg (Maximum), Positiv = Tal (Minimum). Stellt euch vor, ihr steht auf dem Punkt: Kruemmt sich der Boden nach unten, seid ihr auf einem Berg.

Ergebnis
Bei \(x = 1\): lokales Maximum   |   Bei \(x = 3\): lokales Minimum
F4 Ableitung 1 Pkt
✓ Geloest
Aufgabe
Bestimmen Sie die Wendestelle von \(f(x) = x^3 - 6x^2 + 9x\).
Schritt 1: f''(x) = 0 setzen

\[f''(x) = 6x - 12 = 0\]

Schritt 2: Nach x aufloesen

\[6x = 12 \quad\Rightarrow\quad x_W = 2\]

Warum?

Am Wendepunkt aendert sich die Kruemmung (von links- zu rechtsgekruemmt oder umgekehrt). Das passiert genau dort, wo die zweite Ableitung Null wird.

Ergebnis
Wendestelle: \(x_W = 2\)
F5 Ableitung 2 Pkt
✓ Geloest
Aufgabe
Gegeben: \(f(x) = x^2 - 2x\). Fuer welche \(x\) gilt \(f(x) = 0\)?
Schritt 1: Gleichung aufstellen

\[x^2 - 2x = 0\]

Schritt 2: x ausklammern

\[x(x - 2) = 0\]

Schritt 3: Nullstellen ablesen

Ein Produkt ist Null, wenn ein Faktor Null ist:

\[x_1 = 0 \qquad x_2 = 2\]

Ergebnis
\(x_1 = 0\) und \(x_2 = 2\)
Block B: Integration / Energieverbrauch F6–F7 · 3 Punkte

Kontext: \(f(x) = x^2 - 2x\) beschreibt den Energieverbrauch.

F6 Integration 2 Pkt
✓ Geloest
Aufgabe
Stellen Sie das Integral \(\displaystyle\int_0^2 (\Box\, x^2 + \Box\, x)\,dx\) auf.
Welche Koeffizienten muessen in die Kaestchen eingesetzt werden?
Schritt 1: Funktion identifizieren

Die Funktion ist \(f(x) = x^2 - 2x = 1 \cdot x^2 + (-2) \cdot x\).

Schritt 2: Koeffizienten ablesen

Vor \(x^2\) steht der Koeffizient \(\boxed{1}\), vor \(x\) steht \(\boxed{-2}\).

\[\int_0^2 (1 \cdot x^2 + (-2) \cdot x)\,dx\]

Ergebnis
Koeffizienten: \(\boxed{1}\) und \(\boxed{-2}\)
F7 Integration 1 Pkt
✓ Geloest
Aufgabe
Berechnen Sie \(\displaystyle\int_0^2 (x^2 - 2x)\,dx\).
Schritt 1: Stammfunktion bestimmen

Potenzregel rueckwaerts anwenden:

\[\int x^2\,dx = \frac{x^3}{3}\qquad \int (-2x)\,dx = -\frac{2x^2}{2} = -x^2\]

\[F(x) = \frac{x^3}{3} - x^2\]

Schritt 2: Obere Grenze einsetzen (x = 2)

\[F(2) = \frac{2^3}{3} - 2^2 = \frac{8}{3} - 4 = \frac{8}{3} - \frac{12}{3} = -\frac{4}{3}\]

Schritt 3: Untere Grenze einsetzen (x = 0)

\[F(0) = \frac{0^3}{3} - 0^2 = 0\]

Schritt 4: Differenz bilden

\[\int_0^2 (x^2 - 2x)\,dx = F(2) - F(0) = -\frac{4}{3} - 0 = -\frac{4}{3} \approx -1{,}33\]

Warum negativ?

Die Funktion \(x^2 - 2x\) liegt im Intervall \([0, 2]\) unterhalb der x-Achse (ausser an den Raendern). Daher ist die "Flaeche" negativ — das Integral misst eine vorzeichenbehaftete Flaeche.

Ergebnis
\(\displaystyle\int_0^2 (x^2 - 2x)\,dx = -\frac{4}{3} \approx -1{,}33\)
Block C: Optimierung Lagerflaeche F8–F11 · 7 Punkte

Kontext: Ein Rechteck im ersten Quadranten wird unter der Kurve \(y = 12 - x^2\) eingeschrieben. Gesucht ist die maximale Flaeche.

F8 Optimierung 3 Pkt
✓ Geloest
Aufgabe
Stellen Sie die Flaechenfunktion \(A(x)\) fuer das Rechteck auf.
Schritt 1: Breite und Hoehe bestimmen

Das Rechteck hat eine Ecke im Ursprung und die gegenueberliegende auf der Kurve.

Breite = \(x\) (Abstand vom Ursprung nach rechts)

Hoehe = \(y = 12 - x^2\) (Wert der Kurve bei \(x\))

Schritt 2: Flaeche = Breite mal Hoehe

\[A(x) = x \cdot (12 - x^2)\]

Schritt 3: Ausmultiplizieren

\[A(x) = 12x - x^3\]

Ergebnis
\(A(x) = 12x - x^3\)
F9 Optimierung 2 Pkt
✓ Geloest
Aufgabe
Bestimmen Sie \(A'(x)\).
Schritt 1: Potenzregel anwenden

\(A(x) = 12x - x^3\)

Erster Term: \(12x \;\Rightarrow\; 12\)

Zweiter Term: \(-x^3 \;\Rightarrow\; -3x^2\)

Schritt 2: Zusammenfassen

\[A'(x) = 12 - 3x^2\]

Koeffizient fuer den konstanten Term: \(12\). Koeffizient fuer \(x^2\): \(-3\).

Ergebnis
\(A'(x) = 12 - 3x^2\)
F10 Optimierung 1 Pkt
✓ Geloest
Aufgabe
Welches \(x\) maximiert die Flaeche?
Schritt 1: A'(x) = 0 setzen

\[12 - 3x^2 = 0\]

Schritt 2: Nach x aufloesen

\[3x^2 = 12 \quad\Rightarrow\quad x^2 = 4 \quad\Rightarrow\quad x = \pm 2\]

Schritt 3: Positiven Wert waehlen

Da wir im ersten Quadranten sind (\(x > 0\)), gilt: \(x = 2\).

Ergebnis
\(x = 2\)
F11 Optimierung 1 Pkt
✓ Geloest
Aufgabe
Berechnen Sie die maximale Flaeche \(A_{\max}\).
Schritt 1: x = 2 in A(x) einsetzen

\[A(2) = 12 \cdot 2 - 2^3\]

\[A(2) = 24 - 8 = 16\]

Ergebnis
\(A_{\max} = 16\)
Block D: Lineare Optimierung / LKW-Beladung F12–F14 · 23 Punkte

Kontext: Ein LKW transportiert zwei Gueter G1 und G2. Wert pro Einheit: G1 = 3, G2 = 2.

F12 Lin. Optimierung 2 Pkt
✓ Geloest
Aufgabe
Stellen Sie die Zielfunktion \(Z\) auf. Die Variablen \(x\) und \(y\) stehen fuer die Mengen von G1 bzw. G2.
Schritt 1: Wert pro Einheit ablesen

G1 hat den Wert 3 pro Einheit, G2 hat den Wert 2 pro Einheit.

Schritt 2: Zielfunktion aufstellen

Der Gesamtwert ist die Summe der einzelnen Werte:

\[Z = 3x + 2y \quad\text{(maximieren)}\]

Ergebnis
\(Z = 3x + 2y\)
F13 Lin. Optimierung 6 Pkt
✓ Geloest
Aufgabe
Formulieren Sie die Nebenbedingungen:
• Gewichtsgrenze: G1 wiegt 2 kg, G2 wiegt 3 kg, maximal 20 kg
• Volumengrenze: G1 braucht 2 Liter, G2 braucht 1 Liter, maximal 12 Liter
• Nichtnegativitaet
Schritt 1: Gewichtsbedingung

\(x\) Einheiten G1 wiegen \(2x\) kg, \(y\) Einheiten G2 wiegen \(3y\) kg. Zusammen maximal 20 kg:

\[2x + 3y \le 20\]

Schritt 2: Volumenbedingung

\(x\) Einheiten G1 brauchen \(2x\) Liter, \(y\) Einheiten G2 brauchen \(1y\) Liter. Zusammen maximal 12 Liter:

\[2x + y \le 12\]

Schritt 3: Nichtnegativitaet

Man kann keine negativen Mengen transportieren:

\[x \ge 0, \quad y \ge 0\]

Ergebnis
\(2x + 3y \le 20\),   \(2x + y \le 12\),   \(x \ge 0\),   \(y \ge 0\)
F14 Lin. Optimierung 15 Pkt
✓ Geloest
Aufgabe
Stellen Sie das initiale Simplex-Tableau auf. Fuehren Sie Schlupfvariablen \(s_1\) und \(s_2\) ein.
Schritt 1: Schlupfvariablen einfuehren

Jede \(\le\)-Ungleichung wird zu einer Gleichung, indem wir eine Schlupfvariable addieren:

\[2x + 3y + s_1 = 20 \quad (s_1 \text{ = ungenutztes Gewicht})\]

\[2x + y + s_2 = 12 \quad (s_2 \text{ = ungenutztes Volumen})\]

Schritt 2: Zielfunktion umschreiben

Fuer das Tableau schreiben wir \(Z - 3x - 2y = 0\), also mit negativen Koeffizienten:

Schritt 3: Tableau aufstellen
Basis\(x\)\(y\)\(s_1\)\(s_2\)RHS
\(s_1\)231020
\(s_2\)210112
\(Z\)−3−2000
Warum negative Koeffizienten in der Z-Zeile?

Die Z-Zeile kommt von \(Z - 3x - 2y = 0\). Die negativen Werte zeigen, welche Variable den groessten Beitrag zur Zielfunktion liefert. Das Simplex-Verfahren waehlt die Spalte mit dem kleinsten (negativsten) Wert als Pivotspalte.

Wie liest man das Tableau?

Zeile 1 (\(s_1\)): \(2x + 3y + s_1 = 20\) (Gewichtsbedingung)
Zeile 2 (\(s_2\)): \(2x + y + s_2 = 12\) (Volumenbedingung)
Zeile Z: Zielfunktion, aktueller Wert \(Z = 0\) (Startloesung: \(x=0, y=0\))
Basis: Die Variablen, die gerade ≠ 0 sind (\(s_1 = 20, s_2 = 12\))

Ergebnis
Initiales Simplex-Tableau mit Basisvariablen \(s_1 = 20\) und \(s_2 = 12\), Zielfunktionswert \(Z = 0\).
Block E: Matrizenmultiplikation F15–F16 · 5 Punkte
F15 Matrizen 2 Pkt
✓ Geloest
Aufgabe
Berechnen Sie \(A\mathbf{x}\) mit \[A = \begin{pmatrix} 2 & 1 \\ 1 & 3 \end{pmatrix}, \quad \mathbf{x} = \begin{pmatrix} 4 \\ 5 \end{pmatrix}\]
Schritt 1: Erste Zeile mal Spaltenvektor

Zeile \((2, 1)\) mal Spalte \((4, 5)^T\):

\[2 \cdot 4 + 1 \cdot 5 = 8 + 5 = 13\]

Schritt 2: Zweite Zeile mal Spaltenvektor

Zeile \((1, 3)\) mal Spalte \((4, 5)^T\):

\[1 \cdot 4 + 3 \cdot 5 = 4 + 15 = 19\]

Schritt 3: Ergebnis zusammensetzen

\[A\mathbf{x} = \begin{pmatrix} 13 \\ 19 \end{pmatrix}\]

Warum Zeile mal Spalte?

Bei der Matrizenmultiplikation nimmt man immer eine Zeile der linken Matrix und eine Spalte der rechten Matrix, multipliziert elementweise und addiert alles auf. Das nennt man das Skalarprodukt.

Ergebnis
\(A\mathbf{x} = \begin{pmatrix} 13 \\ 19 \end{pmatrix}\)
F16 Matrizen 3 Pkt
✓ Geloest
Aufgabe
Interpretieren Sie das Ergebnis. Was bedeuten die Komponenten 13 und 19?
Interpretation

Die Matrix \(A\) enthaelt die Verbrauchskoeffizienten (wie viel von jeder Ressource pro Einheit benoetigt wird).

Der Vektor \(\mathbf{x} = (4, 5)^T\) gibt die produzierten Mengen an.

Bedeutung der Komponenten

Komponente 1 (= 13): Der Gesamtverbrauch von Ressource 1.
4 Einheiten vom ersten Produkt brauchen je 2 Einheiten + 5 Einheiten vom zweiten Produkt brauchen je 1 Einheit = 13.

Komponente 2 (= 19): Der Gesamtverbrauch von Ressource 2.
4 Einheiten vom ersten Produkt brauchen je 1 Einheit + 5 Einheiten vom zweiten Produkt brauchen je 3 Einheiten = 19.

Ergebnis
13 = Gesamtverbrauch Ressource 1,   19 = Gesamtverbrauch Ressource 2.
Block F: Komplexe Zahlen / Impedanz F17–F19 · 5 Punkte

Kontext: Impedanz \(Z = 3 + 4i\), Spannung \(U = 10\) (reell).

F17 Komplexe Zahlen 1 Pkt
✓ Geloest
Aufgabe
Berechnen Sie den Betrag \(|Z| = |3 + 4i|\).
Schritt 1: Formel anwenden

Betrag einer komplexen Zahl \(a + bi\): \(|a+bi| = \sqrt{a^2 + b^2}\)

\[|3 + 4i| = \sqrt{3^2 + 4^2} = \sqrt{9 + 16} = \sqrt{25} = 5\]

Warum?

Der Betrag ist die Laenge des Vektors in der Gauss'schen Zahlenebene — genau wie Pythagoras im rechtwinkligen Dreieck.

Ergebnis
\(|Z| = 5\)
F18 Komplexe Zahlen 2 Pkt
✓ Geloest
Aufgabe
Berechnen Sie den Strom \(I = U / Z = 10 / (3 + 4i)\). Geben Sie Real- und Imaginaerteil an.
Schritt 1: Mit dem Konjugierten erweitern

Um den Nenner reell zu machen, multiplizieren wir Zaehler und Nenner mit \(\overline{Z} = 3 - 4i\):

\[I = \frac{10}{3+4i} \cdot \frac{3-4i}{3-4i}\]

Schritt 2: Nenner berechnen

\[(3+4i)(3-4i) = 3^2 - (4i)^2 = 9 - 16i^2 = 9 - 16 \cdot (-1) = 9 + 16 = 25\]

Schritt 3: Zaehler berechnen

\[10 \cdot (3 - 4i) = 30 - 40i\]

Schritt 4: Ergebnis

\[I = \frac{30 - 40i}{25} = \frac{30}{25} - \frac{40}{25}\,i = \frac{6}{5} - \frac{8}{5}\,i = 1{,}2 - 1{,}6\,i\]

Warum mit dem Konjugierten erweitern?

Weil \((a+bi)(a-bi) = a^2 + b^2\) immer eine reelle Zahl ergibt. So wird der Nenner reell und wir koennen Real- und Imaginaerteil einfach ablesen.

Ergebnis
\(\text{Re}(I) = \frac{6}{5} = 1{,}2\),   \(\text{Im}(I) = -\frac{8}{5} = -1{,}6\)
F19 Komplexe Zahlen 2 Pkt
✓ Geloest
Aufgabe
Berechnen Sie die komplexe Scheinleistung \(S = U \cdot \overline{I}\). Geben Sie Real- und Imaginaerteil an.
Schritt 1: Konjugierte von I bestimmen

Wir haben \(I = 1{,}2 - 1{,}6\,i\). Die Konjugierte entsteht durch Vorzeichenwechsel beim Imaginaerteil:

\[\overline{I} = 1{,}2 + 1{,}6\,i\]

Schritt 2: Multiplikation

\[S = U \cdot \overline{I} = 10 \cdot (1{,}2 + 1{,}6\,i)\]

\[S = 12 + 16\,i\]

Schritt 3: Komponenten ablesen

\(\text{Re}(S) = 12\) → Wirkleistung (in Watt)

\(\text{Im}(S) = 16\) → Blindleistung (in Var)

Warum die Konjugierte von I?

In der Elektrotechnik wird \(S = U \cdot \overline{I}\) verwendet (nicht \(U \cdot I\)), damit der Realteil die tatsaechlich verbrauchte Leistung (Wirkleistung) ergibt und der Imaginaerteil die hin-und-her-pendelnde Leistung (Blindleistung).

Ergebnis
\(\text{Re}(S) = 12\),   \(\text{Im}(S) = 16\)
Block G: Folgen und Grenzwerte F20–F21 · 2 Punkte
F20 Folgen 1 Pkt
✓ Geloest
Aufgabe
Berechnen Sie \(\displaystyle\lim_{n \to \infty} \frac{4n + 3}{2n + 1}\).
Schritt 1: Durch die hoechste Potenz von n teilen

Die hoechste Potenz ist \(n^1 = n\). Wir teilen Zaehler und Nenner durch \(n\):

\[\frac{4n + 3}{2n + 1} = \frac{4 + \frac{3}{n}}{2 + \frac{1}{n}}\]

Schritt 2: Grenzwert fuer n → ∞

Fuer \(n \to \infty\) gehen \(\frac{3}{n}\) und \(\frac{1}{n}\) gegen 0:

\[\lim_{n \to \infty} \frac{4 + \frac{3}{n}}{2 + \frac{1}{n}} = \frac{4 + 0}{2 + 0} = \frac{4}{2} = 2\]

Warum?

Faustregel: Wenn Zaehler und Nenner den gleichen Grad haben (hier: beide Grad 1), ist der Grenzwert einfach der Quotient der fuehrenden Koeffizienten: \(\frac{4}{2} = 2\).

Ergebnis
\(\displaystyle\lim_{n \to \infty} \frac{4n + 3}{2n + 1} = 2\)
F21 Folgen 1 Pkt
✓ Geloest
Aufgabe
Geometrische Folge: \(b_n = 100 \cdot (1{,}05)^n\). Berechnen Sie \(b_3\).
Schritt 1: Einsetzen

\[b_3 = 100 \cdot (1{,}05)^3\]

Schritt 2: Potenz berechnen

\[(1{,}05)^3 = 1{,}05 \cdot 1{,}05 \cdot 1{,}05\]

\[= 1{,}1025 \cdot 1{,}05 = 1{,}157625\]

Schritt 3: Ergebnis

\[b_3 = 100 \cdot 1{,}157625 = 115{,}7625\]

Ergebnis
\(b_3 = 115{,}7625\)
Block H: Finanzmathematik F22–F23 · 3 Punkte

Kontext: Anfangskapital \(K_0 = 5000\) Euro, Zinssatz \(p = 4\% = 0{,}04\).

F22 Finanzen 2 Pkt
✓ Geloest
Aufgabe
Stellen Sie die Zinseszinsformel \(K_n\) auf.
Schritt 1: Formel anwenden

Die Zinseszinsformel lautet: \(K_n = K_0 \cdot (1 + p)^n\)

Schritt 2: Werte einsetzen

\[K_n = 5000 \cdot (1 + 0{,}04)^n = 5000 \cdot (1{,}04)^n\]

Warum (1 + p)?

Jedes Jahr behaelt man sein Kapital (Faktor 1) und bekommt \(p\) Prozent dazu (Faktor \(p\)). Nach \(n\) Jahren multipliziert sich dieser Faktor \(n\)-mal.

Ergebnis
\(K_n = 5000 \cdot (1{,}04)^n\)
F23 Finanzen 1 Pkt
✓ Geloest
Aufgabe
Berechnen Sie \(K_5\) (Kapital nach 5 Jahren).
Schritt 1: Einsetzen

\[K_5 = 5000 \cdot (1{,}04)^5\]

Schritt 2: Potenz schrittweise berechnen

\[(1{,}04)^2 = 1{,}0816\]

\[(1{,}04)^4 = 1{,}0816^2 = 1{,}16985856\]

\[(1{,}04)^5 = 1{,}16985856 \cdot 1{,}04 = 1{,}2166529...\]

Schritt 3: Ergebnis

\[K_5 = 5000 \cdot 1{,}21665... \approx 6083{,}26 \text{ Euro}\]

Ergebnis
\(K_5 \approx 6083{,}26\) Euro
Block I: Preiselastizitaet F24–F25 · 3 Punkte

Kontext: Nachfragefunktion \(x(p) = 200 - 5p\).

F24 Elastizitaet 2 Pkt
✓ Geloest
Aufgabe
Bestimmen Sie \(x'(p)\).
Schritt 1: Ableitung berechnen

\(x(p) = 200 - 5p\)

200 ist eine Konstante → Ableitung = 0

−5p → Ableitung = −5

Ergebnis

\[x'(p) = -5\]

Warum?

Die Nachfragefunktion ist linear. Bei einer Preiserhoehung um 1 Euro sinkt die Nachfrage um 5 Stueck — das ist die Steigung \(-5\), konstant ueberall.

Ergebnis
\(x'(p) = -5\)
F25 Elastizitaet 1 Pkt
✓ Geloest
Aufgabe
Berechnen Sie die Preiselastizitaet \(E(20)\).
Schritt 1: Formel anwenden

\[E(p) = \frac{p}{x(p)} \cdot x'(p)\]

Schritt 2: x(20) berechnen

\[x(20) = 200 - 5 \cdot 20 = 200 - 100 = 100\]

Schritt 3: Einsetzen

\[E(20) = \frac{20}{100} \cdot (-5) = 0{,}2 \cdot (-5) = -1\]

Was bedeutet E = −1?

\(|E| = 1\) heisst einheitselastisch: Eine 1%-ige Preiserhoehung fuehrt zu genau 1% weniger Nachfrage. Bei \(|E| > 1\) ist die Nachfrage elastisch (Nachfrage reagiert stark), bei \(|E| < 1\) unelastisch (Nachfrage reagiert kaum).

Ergebnis
\(E(20) = -1\) (einheitselastisch)
Block J: Kinematik / Integration F26–F29 · 8 Punkte

Kontext: Geschwindigkeit \(v(t) = 4t^2 - 2t\) (in m/s).

F26 Kinematik 3 Pkt
✓ Geloest
Aufgabe
Bestimmen Sie die Beschleunigung \(a(t) = v'(t)\).
Schritt 1: Potenzregel auf v(t) anwenden

\(v(t) = 4t^2 - 2t\)

Erster Term: \(4t^2 \;\Rightarrow\; 4 \cdot 2 \cdot t^{2-1} = 8t\)

Zweiter Term: \(-2t \;\Rightarrow\; -2 \cdot 1 \cdot t^{1-1} = -2\)

Schritt 2: Ergebnis

\[a(t) = v'(t) = 8t - 2\]

Warum?

Die Beschleunigung ist die Aenderungsrate der Geschwindigkeit — also die Ableitung von \(v(t)\). Physik: Ableitung von Weg = Geschwindigkeit, Ableitung von Geschwindigkeit = Beschleunigung.

Ergebnis
\(a(t) = 8t - 2\)
F27 Kinematik 3 Pkt
✓ Geloest
Aufgabe
Bestimmen Sie die Wegfunktion \(s(t) = \int v(t)\,dt\) mit \(s(0) = 0\).
Schritt 1: Stammfunktion bilden

\[\int (4t^2 - 2t)\,dt = \frac{4t^3}{3} - \frac{2t^2}{2} + C = \frac{4}{3}\,t^3 - t^2 + C\]

Schritt 2: Anfangsbedingung s(0) = 0

\[s(0) = \frac{4}{3} \cdot 0^3 - 0^2 + C = C = 0\]

Also \(C = 0\).

Schritt 3: Ergebnis

\[s(t) = \frac{4}{3}\,t^3 - t^2\]

Warum die Konstante C?

Beim Integrieren geht Information ueber den Startwert verloren. Die Konstante \(C\) wird durch die Anfangsbedingung \(s(0) = 0\) bestimmt: Zum Zeitpunkt \(t = 0\) war der Weg Null.

Ergebnis
\(s(t) = \frac{4}{3}\,t^3 - t^2\)
F28 Kinematik 1 Pkt
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Aufgabe
Berechnen Sie den zurueckgelegten Weg von \(t = 0\) bis \(t = 3\), also \(s(3) - s(0)\).
Schritt 1: s(3) berechnen

\[s(3) = \frac{4}{3} \cdot 3^3 - 3^2 = \frac{4}{3} \cdot 27 - 9 = 36 - 9 = 27\]

Schritt 2: s(0) berechnen

\[s(0) = 0\]

Schritt 3: Differenz

\[s(3) - s(0) = 27 - 0 = 27 \text{ m}\]

Ergebnis
\(s(3) - s(0) = 27\) m
F29 Kinematik 1 Pkt
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Aufgabe
Berechnen Sie die Beschleunigung zum Zeitpunkt \(t = 2\), also \(a(2)\).
Schritt 1: In die Beschleunigungsformel einsetzen

\[a(2) = 8 \cdot 2 - 2 = 16 - 2 = 14\]

Ergebnis
\(a(2) = 14\) m/s\(^2\)
Block K: Rotationsvolumen F30–F31 · 4 Punkte

Kontext: Die Funktion \(r(x) = 2 - x\) wird im Intervall \([0, 2]\) um die \(x\)-Achse rotiert.

F30 Rotation 3 Pkt
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Aufgabe
Stellen Sie das Integral fuer das Rotationsvolumen auf. Geben Sie Grenzen und Integrand an.
Schritt 1: Formel fuer Rotationsvolumen

Bei Rotation um die \(x\)-Achse gilt:

\[V = \int_a^b \pi \cdot [r(x)]^2\,dx\]

Schritt 2: Werte einsetzen

Grenzen: \(a = 0\), \(b = 2\). Funktion: \(r(x) = 2 - x\).

\[V = \int_0^2 \pi \cdot (2 - x)^2\,dx\]

Schritt 3: Integrand ausmultiplizieren

\[(2-x)^2 = 4 - 4x + x^2\]

Also: \(V = \pi \int_0^2 (4 - 4x + x^2)\,dx\)

Warum [r(x)]²?

Bei der Rotation entsteht an jeder Stelle \(x\) eine Kreisscheibe mit Radius \(r(x)\). Die Flaeche eines Kreises ist \(\pi r^2\). Das Integral summiert alle unendlich duennen Kreisscheiben auf.

Ergebnis
\(V = \pi \displaystyle\int_0^2 (4 - 4x + x^2)\,dx\). Grenzen: 0 bis 2. Integrand: \((2-x)^2\).
F31 Rotation 1 Pkt
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Aufgabe
Berechnen Sie das Volumen. Verwenden Sie \(\pi \approx 3{,}14\).
Schritt 1: Stammfunktion bestimmen

\[\int (4 - 4x + x^2)\,dx = 4x - 2x^2 + \frac{x^3}{3}\]

Schritt 2: Obere Grenze einsetzen (x = 2)

\[4 \cdot 2 - 2 \cdot 2^2 + \frac{2^3}{3} = 8 - 8 + \frac{8}{3} = \frac{8}{3}\]

Schritt 3: Untere Grenze einsetzen (x = 0)

\[4 \cdot 0 - 2 \cdot 0^2 + \frac{0^3}{3} = 0\]

Schritt 4: Differenz und mit π multiplizieren

\[V = \pi \cdot \left(\frac{8}{3} - 0\right) = \frac{8\pi}{3}\]

Schritt 5: Zahlenwert

\[V = \frac{8 \cdot 3{,}14}{3} = \frac{25{,}12}{3} \approx 8{,}38\]

Ergebnis
\(V = \frac{8\pi}{3} \approx 8{,}38\)
Block L: Umsatzmaximierung F32–F34 · 5 Punkte

Kontext: Nachfragefunktion \(x(p) = 300 - 10p\).

F32 Umsatz 2 Pkt
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Aufgabe
Stellen Sie die Umsatzfunktion \(R(p) = p \cdot x(p)\) auf.
Schritt 1: Einsetzen

\[R(p) = p \cdot x(p) = p \cdot (300 - 10p)\]

Schritt 2: Ausmultiplizieren

\[R(p) = 300p - 10p^2\]

Warum?

Umsatz = Preis mal Menge. Je hoeher der Preis, desto weniger wird verkauft. Die Funktion \(R(p)\) ist eine nach unten geoeffnete Parabel — es gibt also genau ein Maximum.

Ergebnis
\(R(p) = 300p - 10p^2\)
F33 Umsatz 1 Pkt
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Aufgabe
Bestimmen Sie den optimalen Preis \(p^*\), der den Umsatz maximiert.
Schritt 1: Ableitung berechnen

\[R'(p) = 300 - 20p\]

Schritt 2: R'(p) = 0 setzen

\[300 - 20p = 0\]

\[20p = 300\]

Schritt 3: Nach p aufloesen

\[p^* = \frac{300}{20} = 15\]

Ergebnis
Optimaler Preis: \(p^* = 15\)
F34 Umsatz 2 Pkt
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Aufgabe
Berechnen Sie die zugehoerige Menge \(x(p^*)\) und den maximalen Umsatz \(R(p^*)\).
Schritt 1: Menge bei p* = 15

\[x(15) = 300 - 10 \cdot 15 = 300 - 150 = 150\]

Schritt 2: Maximaler Umsatz

\[R(15) = 15 \cdot 150 = 2250\]

Kontrolle mit der Formel

\[R(15) = 300 \cdot 15 - 10 \cdot 15^2 = 4500 - 2250 = 2250 \;\checkmark\]

Ergebnis
\(x(p^*) = 150\) Stueck,   \(R(p^*) = 2250\)

Punktestand

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